Vera Lengsfeld widersteht Hetzkampagne gegen PEGIDA

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25. Dezember 2014 von lautschriften

Ich hatte mir am Morgen dieses 24sten Dezembers vorgenommen, die Politik mal einen guten Mann sein zu lassen und stattdessen den lieben Gott in´s Zentrum dieses Festtages zu stellen. Eine ähnliche Idee hatten wohl auch andere kurz vor Weihnachten und so hab ich mich also doch mit den niederen Dingen des Daseins befassen müssen. Diese anderen, die sich in diesen Tagen ebenfalls Gedanken um das Wahre und Gute machen, waren mal  Bürgerrechtler der DDR und haben sich nun PEGIDA mit einer Stellungnahme vorgeknöpft. Mit den Worten „Jesus hätte gekotzt, wenn er Euch getroffen hätte!“ ist diese Erklärung ein abstoßender Missbrauch dieses für viele heiligen Namens ausgerechnet zur Weihnachtszeit. Auch Vera Lengsfeld, die schon dem SED-Staat widerstanden hat, wurde gefragt, ob sie dieses Pamphlet unterschreiben wolle. Sie wollte nicht.

VERA LENGSFELD

Die Propaganda, die jetzt auf Hochtouren läuft gegen die Bürger dieses Landes, welche im weitesten Sinne mit PEGIDA sympathisieren, ist beängstigend in ihrer Perfidie. Nun haben, sozusagen als Sahnehäubchen der Empörungs-Show, eine Reihe DDR-„Bürgerrechtler“ einen Aufruf gegen PEGIDA unterschrieben. Unter vielem Gejaule gesellen diese sich unter anderem auch mit dem Satz  „Ihr seid eine Schande!“ in eine Reihe mit Justizminister Heiko Maas („Schande!“), NRW Ministerpräsidentin Hannelore Krafft („Rattenfänger!“) oder auch Bundespräsident Gauck ( „Chaoten!“) und unzähligen anderen Bewohnern des himmelreichenden deutschen Elfenbeinturms. Unbändig ist der Hass auf das sich erhebende Volk, die Verachtung springt wie im Gleichschritt aus den Redaktionen des Medienkartells, die Sportfreunde Stiller bei der Münchner Anti-PEGIDA-Demo trällern dazu eine wohlige Melodie. Die Widersprüchlichkeit zwischen Realität und veröffentlichter Realität ist in diesen Tagen für all jene geradezu mit Händen greifbar, die sich über PEGIDA in den alternativen Medien selbst informieren. Und das tun zum Glück immer mehr Menschen.

Vera Lengsfeld hat dieses unverschämte Hetzpapier nun nicht unterschrieben, denn sie hat sich als scheinbar Einzige von über 50 Leuten geweigert. Das ist die wahre Bürgerrechtlerin. Wenn ich mir die Gewalt ansehe, die man während und nach den Demos (Messerstiche, Prügel im Zug, Flaschenwürfe auf der Demo) den Anhängern von PEGIDA wie selbstverständlich und Seite an Seite mit Kirchen, Gewerkschaften und Altparteien, antut, dann frage ich mich, wie es sein konnte, dass man die Menschen mit Lügen und Verleumdungen wieder einmal so weit manipulieren konnte, dass sie es hinnehmen, dass andere Menschen wegen ihrer abweichenden Ansichten verfolgt werden. Menschen, die in den letzten Jahren aktiv gegen Abtreibung, Asylmissbrauch, Euro, Islamisierung oder radikalen Islam, etc. auf die Straße gegangen sind oder politisch sonstwie aktiv waren, können davon ein Lied singen. Viele, die die DDR erlebt haben oder den Kommunismus in Russland, fühlen sich im heutigen Deutschland wie in der Wiederholung eines miesen alten Films, von dem sie glaubten, er würde nie wieder aufgeführt werden.

Es ist definitiv und deutlich sichtbar für jeden, der sich mehr informiert als nur über die „Leitmedien“: Es gibt wieder politische Verfolgung in Deutschland, die wie in einem wahnsinnigen Konzert perfekt funktioniert: Die Medien schaffen die Pogrom-Stimmung, die Altpolitik legitimiert jene scheinbar demokratisch und auf der Straße agieren DGB, Verdi, DIE LINKE, Grüne und die kriminelle Antifa als ein eingespieltes Team von Einpeitschern und willigen, wütenden Häschern, denen der instrumentalisierte Hass aus jeder Pore dringt, wenn sie „NAZI“ schreien und den Bürger meinen .

Sicher aber kann man bezüglich dieser „weihnachtlichen Grußworte“ der sogenannten Bürgerrechtler sagen: Der Name Jesus Christus steht nicht für die Gewalt gegen Andersdenkende. Er steht nicht für Lügen. Er steht nicht für üble Nachrede. Er steht nicht für wütendes Geschrei, für blinden Hass, für die Spaltung von Menschen. Doch dieses Volk ist gespalten und ich denke, dass die sogenannten freien Medien (Siehe etwa das aktuelle Buch von Udo Ulfkotte „Gekaufte Journalisten“) den allergrößten Teil der Schuld daran tragen. Sie spielen das Lied, nach dem in diesem Land die eigenen Bürger nun schamlos von den Blockparteien niedergemacht werden können und sie spielen das Lied, nach dem all jene tanzen, die den Schwachsinn vom Rassismus, Fremdenhass und allgegenwärtigen Nazi bei PEGIDA noch wirklich glauben.

Mit dem Titel „Nicht in meinem Namen!“ hat Vera Lengsfeld zu ihrer Entscheidung auf der Achse des Guten geschrieben – und wie so oft hat diese Frau vollkommen Recht und mit ihrem klaren Blick die Situation richtig eingeschätzt: http://nblo.gs/12eArA

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24 Kommentare zu “Vera Lengsfeld widersteht Hetzkampagne gegen PEGIDA

  1. Elmo sagt:

    Nun, auch für PEGIDA gilt, wie für vieles andere in der Politik ….
    – ich höre gar wohl die Kunde, allein mir fehlt der Glaube;
    denn auch hier stehen sich der verharmlosende und gutmeinende Anspruch und die eiskalte und klare Realität diametral gegenüber!

  2. Vera Lengsfeld ist eine sehr glaubwürdige Politikerin, die es auch hier wieder auf den Punkt bringt.

  3. Antifa sagt:

    Ihr seid Drecksschweine..
    Haltet Jesus daraus! Macht eure Argumentation nicht noch lachhafter!
    Ihr (Pegida und Unterorganisationen) seid ein Haufen Neonazis die plündernd und randalierend durch deutsche Städte rennt wobei ihr letztenendes denen schadet, denen ihr doch „helfen“ wollt. Ihr seid ein paar minderbemittelte, die durch Existenz- bzw. Abstiegsängste dazu gebracht werden ihren Geistigen Abfall über Deutschland zu verteilen.
    Ich weiss, dass das hier sowieso gelöscht wird aber mal ehrlich: wenn ich so einen Abfall wie hier u.A. von der „so hoch geschätzten“ Frau Braun hä… sorry Frau Lengsfeld verbreitet, muss ich Kotzen!!
    Und gerade 1ihr als Deutsche solltet euch wirklich schämen!

    • Ich lösche Dich nicht. Du bist ein prächtiger Vertreter Deiner Gattung. Löschen tu ich erst, wenn nicht nur beleidigend wirst, sondern drohst.

      Mehr gibt es nichts zu sagen zu Deinem Kommentar, denn der ist unter meinem Niveau.

      • Annette- Susanne Malag sagt:

        selbst wenn gedroht und gerade wenn gedroht wird , sollte nicht gelöscht werden-
        zeigt es doch das Profil, der „Anständigen“ .

      • …..lol….genau richtig!
        wer so primitv-dümmlich „argumentierend“ persönlich wird,weiß sich wohl nicht mehr anders zu helfen!

    • John sagt:

      Man kann sich nur wundern welch niveauloses Menschen es gibt. Man sollte diese Beiträge nicht löschen, denn dann kann der Bürger selber lesen, wie diese Menschen ticken und können nicht sagen ich habe nichts gewusst.

      • John sagt:

        Ich meine den Antifa Typen. Bitte nimm Deine Tabletten, ganz schnell.

      • Ich glaub nicht, dass da Tabletten was bringen. Das sieht nach vielen Jahren Therapie oder einem Wunder aus, was da benötigt wird. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben! 😀

    • peterkossatz sagt:

      “ Wenn ich mir die Gewalt ansehe, die man während und nach den Demos (Messerstiche, Prügel im Zug, Flaschenwürfe auf der Demo) den Anhängern von PEGIDA wie selbstverständlich und Seite an Seite mit Kirchen, Gewerkschaften und Altparteien, antut, dann frage ich mich, wie es sein konnte, dass man die Menschen mit Lügen und Verleumdungen wieder einmal so weit manipulieren konnte, dass sie es hinnehmen, dass andere Menschen wegen ihrer abweichenden Ansichten verfolgt werden. Menschen, die in den letzten Jahren aktiv gegen Abtreibung, Asylmissbrauch, Euro, Islamisierung oder radikalen Islam, etc. auf die Straße gegangen sind oder politisch sonstwie aktiv waren, können davon ein Lied singen. Viele, die die DDR erlebt haben oder den Kommunismus in Russland, fühlen sich im heutigen Deutschland wie in der Wiederholung eines miesen alten Films, von dem sie glaubten, er würde nie wieder aufgeführt werden.“
      Leider wird von Teilen unserer Gesellschaft(auch Ministerin Schwesig) die sogn. Antifa zu einer Art SA aufgebaut. Schläger im Auftrage der Obrigkeit. Zur Unterdrückung und Knechtung des Bürgers. Aber „bürgerlich“ will/wollte „Schwarzer Block“ & Consorten nie sein. Deren Vorgänger taten sich allerdings auch mit Drogen hervor. Deutsches Bier…lol

      • Jürgen Neugebauer sagt:

        Hallo peterkossatz,
        Dein Beitrag trifft genau den Punkt.Es ist einfach so!
        Allerdings …….“Antifa zu einer Art SA aufgebaut“……..
        Da muss man nicht die NS-SA erst bemühen,sondern viel treffender wäre es,stattdessen von den „Sturmtruppen“ des kommunistisch-stalinistischen RFB (Rot-Front-Kämpfer-Bund) zu reden,dem damaligen,durchaus gleichwertigen Gegenstück zur nationalsozialistischen SA…..

  4. Brigitte Horstmann-Sprenger sagt:

    Ich habe Vera Lengsfeld ihre Meinung vertreten sehen – sie widerspricht jeglicher Art von Menschenwürde und Solidarität. Sie kann ihre Meinung meinetwegen behalten, ich erwarte nur, daß sie uns nicht weiter belästigt. Jetzt ist sie nicht mehr Opfer – jetzt ist sie Täterin.

    • Annette- Susanne Malag sagt:

      ich hoffe sie behält Ihre Meinung und hängt Ihr
      Fähnchen nicht nach dem Wind-wie es leider so viele hier tun.

      Und als Täter würde ich eher- sie bezeichnen!

      Bin aus Berlin -und erschrocken, wie viele sich der verlogenen
      manipulativen Medien anschliessen und die Zustände in diesem Land
      nicht sehen wollen die Augen schliessen.

      War es nicht das, was wir anders haben wollten?
      Es wird immer schlimmer als es je in der DDR war.
      Unter dem Mantel der Scheinheiligkeit.

      • Zitat:
        “ Annette- Susanne Malag
        26. Dezember 2014 um 20:29

        ich hoffe sie behält Ihre Meinung und hängt Ihr
        Fähnchen nicht nach dem Wind-wie es leider so viele hier tun…….“

        Bei ihrer Art befürchte ich das nicht! Dann hätte sie das wohl schon längst getan,wie z.B.ein Herr Schult,der damals schon gleich die große persönliche Wende gemacht hatte,seitdem in jeder Hinsicht davon profitiert und deshalb so ein „Schandpapier“ (bestimmt ohne zu zögern?) sofort unterschrieben hat……

  5. Torsten sagt:

    Werter Autor,

    ein toller Artikel, tiefgreifende Recherche- es ist schlicht die Fakten die überzeugen! Dass es ein großes Zerwürfnis zwischen der echten Realität im Verhältnis zur „Leitmedien-Realität“ gibt, merken immer mehr Menschen. Hier leistet das Internet, wie auch Ihre Plattform derzeit Pionierarbeit. Viele der etablierten Kräfte stellen sich offen und unverfroren gegen einen immer größer werdenden Teil der eigenen Bevölkerung, während ein paar Einzelne inzwischen- wenn auch noch etwas zögerlich, die Fahne in den neuen Wind hängen.

    Vera Lengsfeld hat zweifelsohne schon sehr viel erlebt in ihrem Leben. Wer ihr das nun „absprechen“ will, kann nur ein Blender sein. Schikanen und Zensur wurden vor 25 Jahren in den östlichen Bundesländern noch groß geschrieben, hier hat sich augenscheinlich auch einiges bis heute gehalten.

    Im übrigen- wären nicht Leute wie in die kriminelle „Antifa“, im Stammtischjargon oft auch als „Rote SA“ bezeichnet, als Gegenpol bei solchen Veranstaltungen, könnte man fast vollständig auf die Polizei verzichten, dessen Einsätze auf den Steuerzahler zurück fallen. Wo Gewaltbereitschaft oder (rot-)faschistisches Gedankengut gründet, zeigte sich zuletzt in aller Deutlichkeit.

    Der kommentierende Antifa-Aktivist (von 16:33 Uhr) ist wahrscheinlich auch einer von denen, die Sachbeschädigungen, das Werfen von Brandsätzen bzw. Farbbeuteln oder Zerstören von Scheiben an kirchlichen Einrichtungen feiert, wozu u.a. auf deren Internetseiten ganz unverblümt aufgerufen wird.

    • Antifa sagt:

      Der kommentierende „Antifa-Aktivist“ gehört zu denen die verhindern, dass Menschen wweitere „Demos“ wie die in Köln veranstalten.
      Ich werde am 4.1. ebenda stehen und euch aufs maul hauen!
      Reicht das als drohung?

    • Lieber Torsten,
      Zitat:
      „…….Im übrigen- wären nicht Leute wie in die kriminelle “Antifa”, im Stammtischjargon oft auch als “Rote SA” bezeichnet……..
      Man müsste hierbei nicht mal unbedingt auf die NSDAP-SA zurückgreifen…….Viel treffender wäre hier (wegen passenderem „Verwandtschaftsgrad“) der damalige stockstalinistische R.F.B. Rot-Front-Kämpfer-Bund zu nennen,Also eher „RFB-Antifa“……..lol…..

  6. letsgo sagt:

    Ich finde es interessant, dass die Anhänger der PEGIDA Bewegung Wahrheit verlangen und trotzdem selbst nichts als Lügen verbreiten, um vollkommen unbegründete Ängste zu schüren.
    Trotz aller Vorteile, die das Internet bringt, hat es den Nachteil, dass sich jeder „seine“ Wahrheit aussuchen kann. Es ist nichts einfacher, als zu behaupten, dass alle anderen lügen, um seine, in diesem Fall leider sehr beschränkte, Weltanschauung zu verteidigen.
    @Antifa: Dein Kommentar ist unnötig und bringt niemanden weiter

  7. letsgo sagt:

    Ich finde es interessant, dass die Anhänger der PEGIDA Bewegung Wahrheit verlangen und trotzdem nicht aufhören Lügen zu verbreiten, um ihre leider ziemlich beschränkte Weltanschauung zu verteidigen. Trotz all Vorteile, die das Internet bringt, ist es traurig, dass sich jeder “ seine “ Wahrheit aussuchen kann. Es ist nichts leichter, als zu behaupten, dass alle lügen, um nicht von seiner in diesem Fall auf purer Angstmacherei basierenden Idee von der Welt wie sie ist und wie sie sein sollte, abweichen zu müssen. Wahrscheinlich wird dieser Kommentar bald gelöscht, ich hoffe trotzdem, dass ihn wenigstens einige Nutzer lesen können.
    Allen ein frohes neues Jahr, das hoffentlich weniger hasserfüllt sein wird, als das vergangene.

    PS: @Antifa: Dein Kommentar ist unnötig und bringt niemanden weiter. Du repräsentierst in kleinster Weise die Mehrheit der freiheitlich denkenden Menschen und ich schäme mich für deinen Kommentar, da er die Meinung der Leute, die wir beide kritisieren nur bestätigt.

  8. letsgo sagt:

    Tut mir leid, habe meinen Kommentar zweimal gesendet, war ausersehen. Sie haben sinngemäß die selbe Aussage. Ich fände es sehr nett wenn einer davon gelöscht werden könnte.

  9. Gibt es einen Unterschied zwischen den Pegidademonstranten in Sachsen und z.B. in NRW?
    Ich meine ja.
    Im „Westen“ lebte man jahrzehntelang mit Ausländern zusammen. Zuerst waren es die Polen aus Schlesien, dann die unbekannten Deutschen aus Ostpreußen und Schlesien, dann die sogenannten Gastarbeiter der 60er und 70er Jahre, dann die „Kaiserreichsdeutschen“ aus Kasachstan, Rumänien und Polen, die Deutschland aus den Erzählungen ihrer Urgroßeltern „kannten“ und nicht zu vergessen die „ehemaligen Ausländer“ aus der DDR. Bei fast allen gab es früher oder später eine Vermischung bzw. Assimilierung der Zugezogenen. Manchmal wurde es erschwert, durch Religion, Heimat- und Vertriebenenverbände oder kulturelle Normen im Herkunftsland. Die Ablehnung von Migranten war je nach Integrationsstand fließend. Heute sagt kaum noch einer Spaghettifresser, Peperonifresser, Ziegenficker oder Gullaschfresser. Die damit beschimpften ethnischen Gruppen sind weitgehend nicht mehr als Bedrohung eingestuft. Man kennt sich, man schätzt sich, man ist verwandt. Und weil man sich kennt gibt es nicht mehr die Verallgemeinerung „Alle … sind….“.
    Und sie alle hatten eines gemeinsam, sie zeigten Eigeninitiative.
    Selbst die türkischen Mitbürger werden akzeptiert, solange sie nicht in Getthos wohnen, die durch den dort billigen Wohnraum entstehen. Asylanten allerdings haben durch Arbeitsverbot und Aufenthaltseinschränkung kaum die Möglichkeit, in der Gesellschaft positiv aufzufallen und können keine Eigeninitiative zeigen.

    Eine Pegidademo im Westen ist nachweislich meistens von Rechtsaußen organisiert und rechten Teilnehmern besucht.

    Wie ist es dagegen im „Osten“?
    40 Jahre lang wurde den 7 Millionen Menschen klar gemacht:
    Der Staat kümmert sich um dich von der Wiege bis zu Bahre
    Der Staat denkt für dich, du brauchst nur gehorchen.
    Die älteren hatten damit keine Probleme, denn das kannten sie ja bereits vom Adolf, das mit der Diktatur (nur hieß es jetzt „des Proletariats“)

    Kraft deiner Staatsbürgerschaft warst du:
    Antifaschist, Internationalist, Sozialist, Friedensaktivist, Spitzel in der Familie usw.
    Er sagte dir auch, wer deine Freunde sind:
    Gastarbeiter aus den Bruderstaaten (kaserniert und ohne Familie und Integration oft als Fidschi tituliert), der Warschauer Pakt usw.
    und wer deine Feinde sind :
    Die Kapitalisten, die BRD, die Nato usw.

    Alles eine Kunstwelt die konträr zur eigenen Gefühlswelt stattfand.
    Kein oder nur wenig selbstentwickeltes Selbstbewußtsein oderMut zum Handeln ohne Gier nach Beifall. Eigene Wege waren gefährlich, Anpassung wurde belohnt.

    Ein guter Boden für Kleinbürgertum und unpolitischem Leben.
    Wer keine Eigeninitiative zeigte, viel auch nicht (negativ) auf und war stets auf der sicheren Seite.
    Unbekanntes= Gefahr= Angst= Ablehnung solche Denkstrukturen gewinnen langsam Oberhand, aber man spicht es nicht offen aus.

    Und nun kommt die Assimilierung durch die BRD (in die man sich, mit dem Verspechen von blühenden Landschaften in denen Gold und Honig fließt, locken ließ.

    Quasi über Nacht ist alles anders:
    Dein neuer Staat kümmert sich nicht mehr und sagt dir auch nicht was richtig oder falsch ist.
    Deine Firma taugt nichts mehr, die staatliche Treuhand mach vieles platt
    Deine Arbeit will keiner mehr. Dein Arbeitsverhältnis ist nichts, dein Leistungsvermögen alles.
    Deine Biographie wird zum nostalgischen Muste ohne Wert
    Deine Lebensleistung wird am Wohlstand gemessen und löst sich auf
    Und jeden Tag siehst du, was du alles haben könntest, wenn du das Geld hättest.
    Nicht mehr die Solidarität des Mangels am Ladentisch.
    Diejenigen, die Eigeninitiative früh entwickelt haben sind bereits im „Westen“ und haben dich vergessen bzw. in Stich gelassen, während du auf den Staat gewartet hast.

    Dafür beginnst du den Staat (BRD) und dessen Politik zu hassen und alles was er repräsent:
    Antifaschistisch, europäisch/international, sozialstaatlich, friedensliebend, ökologisch, demokratisch.
    Du hälst das alles für einen Teil einer neuen Kunstwelt. „Die da oben machen was sie wollen“, „eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“, das ist wieder dein Gedanke. Aber wieder gibt es jemand, der dir sagt was richtig und falsch ist:

    Der Staat, die Politiker und die Ausländer (die du persönlich garnicht kennst) sind an allem schuld. Und dieser Jemand suggeriert dir nicht, es besser für dich zu behalten. Im Gegenteil, er bietet dir eine Plattform und du fragst nicht warum. Das hast du auch nicht gelernt. Aber du kannst angstfrei deine Angst herausschreien und es denen da oben richtig zeigen – scheinbar ohne Konsequenzen. Im Sammelbecken der Vereinigungsverlierer.

    • letsgo sagt:

      Interessante und plausible These

      • ……..aber leider auch nur wieder eine allzu pauschalisierende These,die bestenfalls eine Teilwahrheit ist und damit das Problem aus einer Erfahrungswelt heraus beschreibt,die aus „westlicher“ Sicht durchaus plausibel klingt,aber aus „Ossi-Sicht“ eine Menge Erkenntnis- und Erfahrungsmängel hat.
        Ich selbst z.B. habe von Geburt an im mitteldeutschen Nachkriegsstaat DDR bis zu dessen verschleppten Insolvenzende gelebt und lebe nun seitdem gemeinsam mit den anderen Deutschen aus dem westdeutschen Nachkriegsstaat BRD in einem weiteren deutschen Nachkriegsstaat,den ich (persönlich),aus Gründen völkerrechtlich-juristischer Logik heraus,am liebsten als BRDDR bezeichnet sehen würde.
        Nun habe ich als „Ossi“ mich mein ganzes “Ossileben” lang (als politisch und zeitgeschichtlich interessierter Mensch) fast ausschließlich der seinerzeitigen “Westmedien” (außer Print) bedienen können,wobei ARD,ZDF,Deutschlandfunk u.a. die ständigen Hauptinformationsquellen waren.Alles,was der “Osten” da so zu bieten hatte,wurde,zumindest in meinem Umkreis,aufgrund der schnell erkennbaren Argumentationsprimitivität und eindeutigen gleichgerichteten Einseitigkeit generell ignoriert. ”Lügenmedien” eben,deren hündisch-folgsamer Propagandacharakter für uns,auch schon als Jugendliche,ganz offensichtlich zu Tage trat.
        Größere Informations-Defizite gegenüber Normalo-„Wessis“ waren da wohl nicht vorhanden.
        In dieser Zeit lernten wir das “Zwischen-Den-Zeilen-Lesen”,bildeten bei offiziellen Aussagen von Bonzen und deren Entourage Skepsis und Zweifel aus,verinnerlichten lieber immer ein wenig mehr als zu wenig Misstrauen und lagen damit mehr als oft genau richtig.
        Wenn man dann in den Heute Nachrichten oder der Tagesschau einen Bericht mit z.B. Honecker-Rede-Ausschnitt sah,habe ich mich manchmal richtig geschämt bei dem Gedanken,im Westen als dazugehörig zu diesen “Realsozialisten-Primis” gehalten zu werden.
        Und jetzt nun,nach einem Vierteljahrhundert leben,arbeiten und Erfahrungen sammeln in BRDDR werden die deja-vu-Erlebnisse Stück für Stück immer zahlreicher.
        Immer häufiger denke ich mit Schrecken:” Mensch,das kennst du doch! Es war ’ne andere Zeit,die äußerlichen Umstände waren anders……aber die Art und Weise ist die gleiche oder ähnliche !” z.B.
        -Die (vor Jahren noch nicht vorhandene) Einseitigkeit der Haupt-Medien erinnert mich peinlichst an die der DDR-Medien
        -Der Begriff “Demokratie” war wegen Sebstverständlichkeit in der westdeutschen BRD kaum erwähnenswert
        plötzlich wird,genau wie dunnemals in der mitteldeutschen DDR die “Demokratie” bei jeder Gelegenheit beschworen.Offenbar deshalb,weil sie so löcherig geworden ist,dass der wertvolle Inhalt immer schneller verloren geht…..
        Lange Rede – kurzer Sinn :
        @Klaus-Jürgen Ledeburs Beitrag will ich keinesweg verreißen! Für sich betrachtet,ist ihm in mancher Hinsicht ohne weiteres zuzustimmen.
        Da ich,wie schon angedeutet,als Deutscher die Zeit vor der Wende (in der DDR) und nun lange Zeit nach der Wende in Gemeinsamkeit bewußt ERfahren und ERlebt habe,scheint das bei der umfassenden Beurteilung der Gegebenheiten nicht unbedingt ein Nachteil oder Manko zu sein.

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